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Vogelschutzverein Fellerdilln e.V. 1972

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Wanderer bedanken sich!

Übernachtung im Schlafsack


ROTHAARSTEIG Ehepaar Elisabeth und Werner Siegrist erwandert 160 km in 13 Tagen


HAIGER-FELLERDILLN „Wir träumen vom einfachen Leben. Und im Urlaub beim Wandern können wir das Leben“, beschreibt das Ehepaar Elisabeth und Werner Siegrist ihre 160 Kilometer lange Wanderung über den Rothaarsteig von Brilon bis Dillenburg.


Nicht schlecht staunten Mitglieder des Fellerdillner Vogelschutzvereins, als am Abend zwei Personen an der Türe klopften und um einen Schlafplatz auf der Veranda baten. Die beiden über 60 Jahre alten Wanderer waren mit großem Rucksack und Schlafsack bepackt.


Seit zehn Jahren nehmen sich die Rentner jährlich eine Auszeit und wandern durch die Lande. „Wir wollen laufen, wie wir können, Kraft und Lust haben. Wenn die Beine müde werden, dann schauen wir nach einem Schlafplatz. Und wir haben bisher immer gute Plätze gehabt“, berichtet Elisabeth Siegrist, ehrenamtliche Prädikantin im evangelischen Dekanat Geislingen, enthusiastisch.


Ehemann Werner, im Besuchsdienst der Kirchengemeinde tätig und leidenschaftlicher Babysitter bei den Enkelkindern, darf immer das Essen tragen. Brot, Speck, Rauchfleisch, Tomaten, Obst und Nüsse stehen auf dem Speiseplan. Wasser gibt es an der Quelle oder notfalls an einer Haustüre. Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren, die am Weg wachsen, gehören zusätzlich zum Tagesmenü. „Da lohnt sich jede Pause“, freut man sich über die Vielfalt der Natur. Die beiden kommen mit zehn Euro täglich aus, nur am zweiten Tag waren sie im Restaurant essen.


Den Slogan „Rothaarsteig, wandern mit allen Sinnen“ erlebten die beiden so hautnah. Ab Brilon standen täglich Strecken zwischen zehn und 16 Kilometer auf dem Programm. Der Wechsel der Landschaft vom Hochsauerland bis in den Westerwald hat beiden sehr gefallen. Neben Sonnenschein gab es auch Regentage. Sie sind dankbar, dass die Nacht kommt: „Es ist schön, zu erleben, wie der Tag runter geht. Zuerst sind die Familien mit den Kindern weg, dann die Wanderer, dann die Leut‘ mit den Hunden, dann die Jogger, dann die Radfahrer.“


Übernachtung im privaten Baumhaus statt in der ausgebuchten Jugendherberge


Gerade an den Quellen stehen Schutz- und Wanderhütten. Das Dach über dem Kopf ist das Wichtigste: „Direkt im Wald schlafen wir nicht. Wir wollen die Tiere nicht stören.“ Am „Giller“ war die Jugendherberge ausgebucht, dafür durften sie im privaten Baumhaus übernachten, was ihnen noch viel besser gefallen hat. Für die Morgentoilette muss ebenfalls das frische Quellwasser herhalten. „Wir können uns gegenseitig gut riechen“, scherzt Elisabeth und kuschelt sich an ihren Mann an.


Bevor sie nebeneinander in den Schlafsäcken einschlafen, gehören Lieder aus der Mundorgel und das Gebet zum festen und für beide sehr wichtigen Ritual. „Das Gebet gibt uns Kraft und die Gewissheit, von Gott geborgen zu sein. Im Schlaf sind wir hilflos“, erzählt Werner Siegrist mit funkelnden Augen und ergänzt, dass im Gebet auch Freunde und Bekannte mit eingebunden werden. Zum Schluss wird, natürlich auswendig, Luthers Abendsegen gemeinsam gebetet.


Geschlafen wird meist bis 9 Uhr. „Früher werde ich einfach nicht wach“, mag Elisabeth Siegrist kaum laut sagen. Das Handy ist nur für den Notfall dabei und wird nur einmal am Tag eingeschaltet. Freunde und Familie wissen, dass sie sich nur melden sollen, wenn es unbedingt nötig ist.


Kennen gelernt haben sich beide auf einem Gottesdienst „außer der Reihe auf der Nordalp“. Elisabeth Siegrist stand gerade vor ihrem Sabbatjahr in einem Kloster in Griechenland. Hier kam es dann zur ersten gemeinsamen Wanderung. In siebeneinhalb Wochen von Geislingen über die Alpen bis nach Venedig.


Der Einstieg ins Sabbatjahr sollte ein richtiger Ausstieg aus dem normalen Leben sein. Später holte Werner Siegrist sie in Wien ab und sie wanderten zurück nach Geislingen. Danach stand fest, dass sie füreinander bestimmt waren. „Welcher Mann macht so was mit einem mit?“, fragt Elisabeth mit einem noch immer frisch verliebten Blick.


Die Toilette wurde ihnen am Abend noch vom Vorsitzenden aufgeschlossen. So war an der Vogelschutzhütte auch die Morgentoilette mit warmem Wasser gesichert. Am Morgen wurden sie mit frischen Brötchen und warmen Kaffee überrascht. „So viele Dinge kommen, ohne dass wir danach fragen. Wir wurden schon so oft beschenkt“, wusste Werner zu berichten. In Rodenbach wurde sich noch einmal mit Lebensmittel eingedeckt, um dann zwei Tage später in Dillenburg zum Abschluss zu kommen. Dort standen der Wilhelmsturm und die Kasematten auf dem Programm. Anschließend ging es per Bahn zurück in die schwäbische Heimat.


Und im nächsten Jahr geht es wieder auf Wanderschaft. Natürlich mit Rucksack und Schlafsack!


Region Dillenburg


Werner Siegrist(69) richtet liebevoll das Nachtlager her. Die Schlafsäcke müssen immer nebeneinander liegen. Mit seiner Ehefrau Elisabeth(64) ist er seit zehn Jahren verheiratet. (Foto: Fries)

Wenn der Abend eingekehrt ist und der Tag zur Neige geht, beenden Elisabeth und Werner Siegrist mit Liedern aus der Mundorgel, Gebet und Luthers Abendsegen der Tag. In Fellerdilln konnten sie vor der Vogelschutzhütte Quartier machen. (Foto: Fries)

Am 15. Juli 2016 waren die Fußballer Ü60 Siegen-Wittgenstein  unsere Gäste 👍


Am 29. Dezember 2015 waren die Steinbacher Jungs bei uns zu Besuch und machten rast an unserer Hütte 

viele Gäste machten Rast an unserer Hütte, wie z.B. Wanderer oder Radfahrer bei ihrer Radtour

aber seht selbst -->

Vereinsmitglied Werner Becker, mit seinem Besuch aus Schweden, besuchen den VSV. Die Gäste konnten die Bierpreise nicht glauben ( Flasche Krom 0,33lt.) nur 1.-€

Aktualisiert am 29.08.2016